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Halle an der Saale ist weiter auf dem Weg in die Zukunftsstadt

Halle an der Saale geht in die 2. Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“. Insgesamt 23 Kommunen wurden von einer Jury aus Experten ausgewählt mit Bürgern und Wissenschaft ihre Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt weiterzuentwickeln. Sie werden dabei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. In den folgenden Monaten wird science2public das sog. Aktionsfeld 2 frei.raum.mit.gestalten betreuen und in Kooperation u.a. mit der Freiraumgalerie partizipative Aktionen mit Bürgern und Künstlern durchführen.

Halle auf dem Weg zur Zukunftsstadt verfolgt dabei das engagierte Ziel, die Großsiedlung Halle-Neustadt, ehemalige sozialistische Stadtutopie der Moderne von europäischer Bedeutung und größte Stadtgründung der DDR mit dem angrenzenden Wissenschaftspark, Technologie- und Gründungszentrum (TGZ) „weinberg campus“ nebst Wohngebiet Heide-Süd als eines der bedeutsamsten Nachwende-Konversionsprojekte in Ostdeutschland zu verbinden. Damit soll ein Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher, internationaler Exzellenz und interkulturellem Sozialraum erfolgen.

Für die Planungsphase wurden dazu in zwei Bürger-Zukunftskonferenzen und Expertenworkshops drei relevante Aktionsfelder herausgearbeitet:

1. Integrierte Bildung – leben und lehren an der Schnittstelle Weinberg Campus und Halle-Neustadt:

Dazu steht die Weiterentwicklung des Schulkomplexes Kastanienallee als innovativem Quartiercampus und Begegnungsort von Mensch – Forschung – Gründung im Fokus. U.a. mit Gründer*innenschule, Senior-Akademie und Einbindung von (internationalen) Forscher*innen in die Lehre.

2. Freiraum mit gestalten:

Bürgerinnen und Bürger entwickeln ihr persönliches Wohn-,Arbeits- und Lebensumfeld aktiv und künstlerisch-kreativ mit, das ist Ziel und Inhalt dieses Aktionsfeldes. Ob mit dem „grünen Daumen“ zum urban gardening, mit dem Pinsel zur künstlerischen Gestaltung von Fassaden, Wegen, mit dem Turnschuh zur Neugestaltung von Freizeit-Freiflächen, Lichtkunst für bislang dunkle Ecken u.v.m. Eigenverantwortung und Beteiligung sind gefragt und Motor für eine lebenswerte Wohnumfeldgestaltung in Halle-Neustadt.

3. Integriertes Arbeiten + Wohnen in Halle-Neustadt:

Aktuelle Rückbauflächen sollen zukünftig genutzt werden für integrierte Wohn-Arbeits-Quartiere, u.a. zum Aufbau von Makerspaces, d.h. gemeinschaftlich genutzter Wohn-Arbeits-Räume. Das ist das Ziel des 3. Aktionsfeldes.

Schon in seiner ersten Phase hat der Wettbewerb Zukunftsstadt seit 2015 vor Ort viele Impulse für Veränderungen gesetzt. In den 51 teilnehmenden Kommunen wurden Ideen geboren, mit denen Verkehrswege in Parkanlagen und Gemeinschaftsorte umgewandelt werden können, neue Nachbarschaftskonzepte und Ideen für ein selbstbestimmtes Stadtleben möglich werden oder Gebäudekonzepte verfolgt, die aus Abwasser klimafreundliche Energie gewinnen.

Die überzeugendsten Visionen werden nun in der aktuellen zweiten Phase des Wettbewerbs zu Plänen ausgearbeitet, die ab 2018 realisiert werden können. Die Kommunen erhalten dafür jeweils bis zu 200.000 Euro.

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ist eine Aktivität der ressortübergreifenden Innovationsplattform Zukunftsstadt der Bundesregierung. Partner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.wettbewerb-zukunftsstadt.de sowie halle.neu.stadt-2050.de