Nachhaltigkeitskommunikation

SALTSA

Die Saline ist ein einzigartiges Industriedenkmal, dessen Gebäudestruktur über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg kontinuierlich für die Salzproduktion genutzt wurde. Zwischen 1721 und 1964 entwickelte sich das Areal stetig weiter und bildet technologische, wirtschaftliche und politische Veränderungen seiner Zeit ab. Historische Gebäude wie das Uhrenhaus und die Großsiedehallen stehen beispielhaft für die industriegeschichtliche Bedeutung des Ensembles, das zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war und eng mit der Stadtentwicklung verbunden ist.

Heute gilt das Saline-Areal als zentraler Ort der Industriekultur. Seit 2020 werden mit Hilfe von Fördermitteln wesentliche Teile saniert und das Museum deutlich erweitert. Trotz Verzögerungen durch äußere Einflüsse versteht sich das Museum als partizipativer Impulsgeber für die Entwicklung des gesamten Ensembles. Im Fokus stehen dabei die landesweite Wahrnehmung als Standort der Industriekultur sowie die mittelfristige Anerkennung als Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).

Dekor

Das Saline-Areal soll gemeinsam mit der Stadt Halle (Saale) zu einem „Dritten Ort“ entwickelt werden – einem offenen, nicht-kommerziellen Raum für Bildung, Kultur, Wissenschaft und gesellschaftlichen Austausch. Die Entwicklung erfolgt ko-kreativ und partizipativ unter Einbeziehung vielfältiger Akteure sowie der Öffentlichkeit. Ziel ist eine nachhaltige Nutzung der noch unsanierten Gebäude und die Stärkung der Saline als kulturelles Bindeglied zwischen Alt- und Neustadt.

Das Projekt folgt den Prinzipien des Neuen Europäischen Bauhauses und setzt auf Nachhaltigkeit, Inklusion und Partizipation. Durch Beteiligungsformate, temporäre Rauminterventionen und praktische Erprobungen werden neue Nutzungsideen gemeinsam entwickelt und getestet. Ein transdisziplinärer Ansatz verbindet Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur.

In mehreren Projektphasen von 2026 bis 2027 entstehen schrittweise ein tragfähiges Nutzungskonzept und konkrete Perspektiven für die Zukunft des Areals. Das kooperative Vorgehen stärkt die Identifikation mit dem Ort und schafft die Grundlage für eine langfristige, ressourcenschonende Entwicklung mit überregionaler Strahlkraft

Wir freuen uns, dieses bedeutende Projekt als Verbundpartner zu unterstützen und den entstehenden Raum künftig mit Leben, kreativen Ideen und inspirierenden Bildungsangeboten zu füllen.

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