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Sag mal, Halle: Was machen wir mit der Saline?

Sonntag, 27. September 2026, kurz nach elf. Auf dem Hof der Saline zieht die Salzwirker-Brüderschaft in Festtracht ein, in der Siedehütte dampft die Sole wie vor 300 Jahren. In der Großsiedehalle Nord, etwas abseits vom Trubel, steht unsere Debattenbox. Und trotzdem wird es dort schnell laut.

Denn an der Saline hängen Gefühle. Wer in Halle (Saale) aufgewachsen ist, hat Erinnerungen an dieses Gelände. Wer die Diskussion um die Zukunft der Insel verfolgt, hat eine Meinung dazu. An der Debattenbox trafen beide aufeinander. Es wurde hitzig diskutiert und viel gelacht, sachlich blieb es trotzdem. Und fast jedes Mal passierte dasselbe: Nach wenigen Minuten Gespräch lagen die Positionen deutlich näher beieinander.

Genau darauf setzt SALTSA. Das Verbundprojekt der Stadt Halle (Saale) und science2public entwickelt bis 2027 Konzepte, wie aus den ungenutzten Teilen des Industriedenkmals ein nachhaltiger Ort für Bildung und Wissenschaft wird, für Kultur und für alle, die Lust auf diesen Ort haben. Mitgedacht wird dabei von vielen: vom Aufbaustab des Salinemuseums, der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle, dem SalineTechnikum, dem Hanseverein e.V. und den Kultureinrichtungen, Vereinen und Initiativen der Stadt. Und von allen, die sich für die Saline interessieren. Das Salinefest war dafür der ideale Treffpunkt: Rund 8.000 Menschen kamen auf das Areal, viele mit sehr konkreten Vorstellungen.

Einige davon gibt es jetzt als Bild. Mit dem Tool ›Dream Together‹ der Hochschule Anhalt, entwickelt in Kooperation mit dem Reallabor Zekiwa Zeitz, konnten Besucher*innen ihre Wunsch-Saline erträumen: Foto machen, der KI erzählen, was auf dem Gelände entstehen soll, Sekunden später war das Bild da. Herausgekommen sind begrünte Dächer, ein futuristisches Expo-Gelände, Gastronomie am Saale-Ufer und ein Treffen mit hunderten Salzwirkern. Manches davon bleibt Fantasie. Manches landet vielleicht im Konzept.

Danke an das Team des Salinemuseums und die Salzwirker-Brüderschaft für ein Fest, das zeigt, wie viel dieser Ort den Menschen in Halle (Saale) bedeutet. Wir machen weiter: Vom 8. bis 10. Oktober findet in der Saline unsere erste Verdichtung statt, Thema „Schönheit“. Hier geht's zur Anmeldung!

Das Projekt SALTSA, getragen von der Stadt Halle (Saale) und dem Verein science2public, wird von der Europäischen Union im Rahmen des „Neuen Europäischen Bauhauses“ (Just Transition Fund) gefördert. Damit entsteht eine konkrete Verbindung zwischen kommunaler Entwicklung und europäischem Zukunftsprogramm.

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