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Danke, Saline! Drei Tage Wissenschaftsmarkt beim SILBERSALZ Festival 2026

science2public hat den Wissenschaftsmarkt des SILBERSALZ Festivals 2026 in die Saline geholt. Vom 30. Oktober bis 1. November war das Salinemuseum Halle zum ersten Mal Festivalort des SILBERSALZ Science & Media Festivals und wir haben dort den Markt „Strukturwandel und Wir*" kuratiert und drei Tage lang bespielt. Täglich von 10 bis 18 Uhr haben rund 30 Unternehmen, Partnerhochschulen im Netzwerk “Blaues Band der Wissenschaft”, Forschungseinrichtungen und Initiativen aus Mitteldeutschland gezeigt, was der Wandel im Revier für den Alltag bedeutet. Dass das alles in einem Industriedenkmal stattfand, das selbst mitten im Umbruch steht, war kein Zufall: Mit SALTSA arbeiten wir seit diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Halle (Saale) und der interessierten Stadtgesellschaft daran, dass die Saline ein lebendiger Ort für Wissenschaft, Kultur und Bildung mitten in der Stadt wird, dank der Förderung über das Neue Europäische Bauhaus-Programm.

In den nächsten Wochen erzählen wir Euch mehr und gehen wir in die Details: Wer den diesjährigen Science Slam Strukturwandel in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen gewonnen hat, wie der Job Treffpunkt angekommen ist, worüber unsere neue Reviervorlesung gemeinsam mit Studierenden, Wissenschaftler*innen und Publikum debattiert hat zu aktuellen Fragen aus dem Strukturwandel. 

Heute kommt das Wichtigste zuerst: Das Dankeschön! An alle Akteure und Teilnehmende, die mit uns in der Saline gestanden, gebaut, debattiert und auch getanzt haben. Ihr habt aus einem der bedeutendsten Industriedenkmäler Mitteldeutschlands im Rahmen des größten internationalen Wissenschaftsfestivals SILBERSALZ einen Ort gemacht, an dem Strukturwandel zum Anfassen und buchstäblich zum Begreifen war.

Die Zahlen zum Wochenende

Drei Tage in der Saline. Rund 30 Ausstellende. Der Job Treffpunkt. 12 Teams der Open Academy auf der Bühne der Franckeschen Stiftungen. Der Auftakt der 3. Reviervorlesung. Drei Lange Tafeln mit Zukunftsspeisen aus dem Strukturwandel, zwei Spaziergänge zu drei Orten des Neuen Europäischen Bauhaus in Halle (Saale), ein Hindernisparcours zur Erfahrung von Altern, eine Rollschuhdisco, ein Rollstuhltanz zum Mitmachen für Laien. Zwölf Portraits in der Wanderausstellung „Frauen im Strukturwandel".

Wie viele Menschen am Ende durch die Saline gegangen sind, zählen wir gerade aus. Was wir jetzt schon wissen: Der Umzug aus dem Kaufhaus am Markt in die Saline hat funktioniert. Die Großsiedehalle, das Foyer, der Innenhof und die Bühne haben dem Markt eine Struktur gegeben, die das Thema Strukturwandel ernst nimmt, weil der Ort ihn selbst durchlebt.

Freitag: Chance Strukturwandel

Der Freitag gehörte dem Nachwuchs und allen, die beruflich neu denken. Beim Job Treffpunkt im Foyer haben insbesondere die Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Süd, die Berufsberatung, die Weiterbildungsagentur, das Jobcenter Halle (Saale), die Stadtwerke Halle, der AMU Verband, die Hochschule Anhalt und future training & consulting beraten und Ausbildungswege gezeigt. Dazu kamen Kurzvorträge zum professionellen, erfolgreichen Bewerben mit KI und zu Trendberufen mit Zukunft in der Region.

Mittags hat Dr. Torsten Hölscher vom JTC uns und Euch auf der Bühne erklärt, was Burger und Solarzellen gemeinsam haben: Beides lebt von der Kunst des perfekten Stapels. Am Nachmittag hat das Ausbildungscluster TAB_MINT unter dem Titel „Sachsen-Anhalt, du bist gut genug!?" über die berufliche Zukunft Jugendlicher im Revier diskutiert. Auf dem Podium: Yara Saado vom Schülerrat Sachsen-Anhalt, Lena Kollmuß von der Revierwende, Niklas Meister von der Bildungsakademie Leuna, der Auszubildende Tobias Fiedler, Startup-Beraterin Damaris Kroeber sowie Mirco Mallek und Cornelia Bölke von TAB_MINT. Moderiert hat Dr. Anja Röding. Eine Forderung ist hängen geblieben: Die Anliegen der jungen Generation ernster nehmen und echte Mitbestimmung ermöglichen.

Im Workshopraum hat unsere Partnerhochschule Anhalt gezeigt, wie regionale und globale Vernetzung für gemeinwohlorientierte Unternehmen funktioniert. Zur ersten Langen Tafel hat sie dann ins Foyer geladen, mit pflanzlichen Proteinen und Nischenkulturen auf dem Teller. Am Abend haben die Science Notes die Bühne übernommen und den Freitag in eine Party verwandelt.

Freitagabend: Der 2. Science Slam Strukturwandel

Parallel ist im Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen das Finale der Open Academy 2026 über die Bühne gegangen. 12 Teams aus Forschenden und Wissenschaftskommunikator*innen haben gezeigt, woran sie ein Jahr lang gearbeitet haben: Kartenspiele mit Bürger*innen, Memory-Spiele mit Senior*innen, Möbel aus Hanf, Algen auf dem Speiseplan. Was diesen Slam von anderen unterscheidet: Die Teams haben in den Monaten davor im Revier mit Menschen gesprochen, statt von der Bühne herab zu senden. Moderiert haben die Ina Hollerer und Peter Brock, die Stadt Halle (Saale) hat die Gäste mit einem Grußwort der Beigeordneten für Kultur, Dr. Judith Marquardt begrüßt. Für das Land stand Stefan Kippfelsberger, Chef des Referats Strukturwandel bei der Staatskanzlei, vor dem Publikum. Wer gewonnen hat und wie die Teams ihre Ideen weitertragen, erzählen wir in einem eigenen Beitrag.

Wochenende: Strukturwandel zum Anfassen

Samstag und Sonntag gehörten den Familien und der ganzen Stadtgesellschaft. In der Großsiedehalle und im Foyer der Saline standen die Stände beim Wissenschaftsmarkt dicht an dicht:

Auf der Bühne ging es am Samstag mit (im)puls des NEB-Projektes „RZZ“ und dem Forum Rathenau um serielles Bauen mit Holz und Lehm, mit der Vorstellung des Ideenwettbewerbs „Digitale Brückenbauer" von unserem Team Smart City – Smart HaNeu und von unserem Verbundprojekt SALTSA um und für die Zukunft des Saline-Areals. Am Nachmittag diskutierten Prof. Dr. Christiane Neumann von der Hochschule Anhalt und Dr. Karamba Diaby, Honorarprofessor der Hochschule Merseburg gemeinsam mit dem Publikum über die große Frage der dritten Reviervorlesung: Welche Sprachen spricht der Strukturwandel? Die Hochschule Merseburg hat am Samstag zur Langen Tafel Strukturwandel zur Verkostung von Speisen mit Hanf geladen, danach hat der Congrav e.V. die Bühne für die Rollschuhdisco freigeräumt.

Am Sonntag hat das große Cluster zur Bioökonomie und Landwirtschaft der Zukunft in Mitteldeutschland DiP auf der Bühne über Bioökonomie in Sachsen-Anhalt gesprochen und das Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Uni Halle über Forschung als Partnerin der Transformation. Dazu gab es Salsa-Tanz zum Mitmachen der besonderen Art, nämlich im Rollstuhl, für alle vor der Bühne und zum Abschluss die letzte Lange Tafel als Happy Hour der Hochschule Anhalt mit Algen. Außerhalb der Saline hat Storycat GmbH & Co. KG im Landesmuseum für Vorgeschichte „Komm MINT in die Vergangenheit" angeboten und Format Filmkunst e.V. hat im Prisma Cinema Halle-Neustadt die Horrorkomödie „How to Grow Up" uraufgeführt. An beiden Tagen führten die NEB-Spaziergänge vom Haupteingang des Salinemuseums zu den Zukunftsorten des Neuen Europäischen Bauhauses in Halle.

Das Blaue Band der Wissenschaft

Dass so viele Hochschulen in der Saline standen, hat einen besonderen Grund. Bereits 2020 haben wir von science2public das Netzwerk „Blaues Band der Wissenschaft" mit der gemeinsamen Betriebnahme unseres Schiffs Make Science Halle als Bürgerforschungsschiff begründet. Das Netzwerk verbindet die Hochschulen des Landes mit der Stadt Halle (Saale) und dem Land Sachsen-Anhalt und ist nach der Saale benannt, die die Hochschulstandorte miteinander verknüpft. Mit Gründung des Kompetenzzentrums für Wissenschaftskommunikation, dem Science Cube, wurde das Netzwerk um die gemeinsame Wissenschaftsvermittlung auch außerhalb des Schiffes erweitert. Die transuniversitäre Reviervorlesung, die Langen Tafeln Strukturwandel, die Auswahl von Forschungsprojekten für die praktische Arbeit in der Open Academy mit ihrem Science Slam und natürlich auch weiterhin Forschungsstationen und Projekte auf der Make Science Halle, unserem Bürger*innenforschungsschiff, tragen alle dieses Netzwerk.

Zum „Blauen Band der Wissenschaft“ gehören die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die Hochschule Merseburg, die Hochschule Anhalt, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Hochschule Magdeburg-Stendal, dazu die Stadt Halle (Saale) und das Land Sachsen-Anhalt mit dem Wissenschaftsministerium. Drei dieser Hochschulen standen mit eigenen Ständen in der Saline, zwei haben die Langen Tafeln bewirtet. Das ist Wissenschaftskommunikation, wie wir sie bei science2public meinen: gemeinsam, regional und ganz sicher nicht als Blackbox.

Danke

Ein Wissenschaftsmarkt ist ein Gemeinschaftswerk. Unser Dank geht an das Salinemuseum Halle, das uns drei Tage lang Gastgeber war und sein Gelände für das vielfältige Programm geöffnet hat. An das Team des SILBERSALZ Science & Media Festivals und Documentary Campus, die uns den Rahmen gegeben haben. An die Stadt Halle (Saale), die den Markt unterstützt und zum Science Slam begrüßt hat. An unsere Initiativen SALTSA und das Neue Europäische Bauhaus, mit denen wir die Saline gemeinsam weiterdenken. An die Franckeschen Stiftungen, die dem Science Slam den Freylinghausen-Saal geöffnet haben.

Danke an alle Ausstellenden, die oben mit Namen stehen und an alle, die auf der Bühne, im Workshopraum und an den Tafeln ihr Wissen geteilt haben. Danke an die 12 Teams der Open Academy, an ihre Coaches und den Beirat, an Ina Hollerer und Peter Brock. Danke an die Volunteers und Praktikant*innen, die Kabel verlegt und nachts noch Stühle gestapelt haben. Und last but not least DANKE an unser großartiges eigenes Team science2public, das diesen Markt seit dem Frühjahr geplant und im Teamwork so wunderbar umgesetzt hat.

Wie es weitergeht

Das war der erste Blick zurück. Folgt uns für weitere Einblicke in unsere Arbeit, abonniert dazu gern unseren Newsletter!

SILBERSALZ hat für 2027 die zehnte Ausgabe angekündigt. Wir sind bereits seit Gründung v.a. mit unserer Vorstandsvorsitzenden Ilka Bickmann als Kuratorin dabei und natürlich auch 2027 mit am Start!

Du willst 2027 aktiv dabei sein? Dann schreib schon jetzt an unsere Kollegin Evi Wolf unter wolf☉science2public.com. Du warst in der Saline und hast Fotos oder Eindrücke? Teile sie mit uns, auf Instagram unter @science2public und @make_science_halle oder auf LinkedIn.

Bis bald!

Euer Team von science2public

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