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Rückblick: Abschlusspräsentation des OpenLabNet „Make Science“

Rückblick zu unserer Abschlusspräsentation des OpenLabNet “Make Science!”:
Seit September 2017 arbeitet das Netzwerk OpenLabNet gemeinsam mit Bürger*innen in Bürgerforschungsprojekten. Am Freitag durften wir alle Teilnehmer*innen sowie Interessierte begrüßen, um in einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch zum Thema “Citizen Science” in Mitteldeutschland zu gehen.
Das Verbundprojekt OpenLabNet hat innerhalb der letzten 2 Jahre ganz eigene Erfahrungen zum Thema Bürgerforschung gesammelt, Projekte miteinander vernetzt, digitale Tools und Instrumente eingesetzt und damit zahlreiche Räume geöffnet. Wichtige Fragestellungen, Ideen, Konzepte und Ergebnisse wurden bei der Veranstaltung vorgestellt.

Rückblick: „KI & WIR*“

Vom 22.11.2019 bis zum 24.11.2019 veranstaltete science2public e.V. in Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität „KI&WIR*“, die erste Convention zu künstlicher Intelligenz und Gender, in der Festung Mark Magdeburg. Dort fand im Zuge des Wissenschaftsjahres 2019 über drei Tage ein vielfältiges Programm mit Vorlesungen, Diskussionen, Workshops, Vorträgen, Kinofilmen und weiteren Mitmachangeboten rund um das Thema autonomer Technologie und Sexualität statt, bei welchem es für die zahlreichen Gäste viel neues zu lernen und entdecken gab.

Freitag

Die Convention wurde am 22.11.2019 mit einem Gespräch zwischen Prof. Dr.-Ing Ina Schieferdecker (BMBF), Thomas Wünsch (Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Andreas Nürnberger (OvGU) und Prof. Dr. Jens Strackeljan (Rektor der  OvGU) über die Thematik künstliche Intelligenz und Gender eröffnet.

Zunächst hörten wir einen Vortrag von Kristina Penner (AlgorithmWatch), welche uns über das „Risiko“ der fortschreitenden autonomen Technologie berichtete. Es folgte Prof. Dr. Frieder Stolzenburg, von der Hochschule Harz, mit einem Einblick in das Problem der Diskriminierung durch KIs. Einen kritischen Blick auf Gesichtserkennungssoftware warfen im Anschluss die Vertreter der Universität Kassel, bevor Max Haarich (Republik Uzupis München) seine Ansichten zur KI-Revolution mit uns teilte.

Als Kinofilm des „KI_NEMA“ des ersten Tages zeigten wir „Hi, AI“, mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin Isa Willinger.

Samstag

Am zweiten Tag begeisterte die First LEGO League Jung und Alt mit spannenden Roboterwettkämpfen. Am Nachmittag bekamen wir Einblicke in Chancen und Herausforderungen von KI in der Medizin von Bettina Finzel (Otto-Friedrich-Universität Bamberg). Im Zuge von „FutureBrain“, dem Schreibwettbewerb des Wissenschaftsjahres 2019 – Künstliche Intelligentz, organisiert von LizzyNet, dem Online-Magazin für Mädchen und junge Frauen, schrieben über 200 Jungautorinnen ihre Sicht auf die Welt von morgen. Zwei von ihnen gaben uns einige Impressionen ihrer Texte und präsentierten ihr Bild von KI in der Zukunft.

Neben einer Vielfalt an Mitmachangeboten in der Kulturwerkstatt und dem „Stübchen“ ging das KI_NEMA  mit dem Überraschungsfilm „Ex Machina“ in die zweite Runde.

Sonntag

Der letzte Tag startete am Morgen mit dem Familienfilm Wall-E – Der letzte räumt die Erde auf“. Währenddessen konnten wir uns einen Vortrag von Prof. Toby Walsh der Universität New South Wales Sydney anhören, welcher sich mit der Frage beschäftigte, wie die Welt im Jahr 2062 aussehen könnte. Es folgte ein Theaterstück in Form eines Dialogs zwischen Pauline Menendez (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) und dem Sprachassistenten  Alexa. Das Finale der dreitägigen Convention bildete der Poetry-Slam „bot or not“, bei welchem künstliche Intelligenz und echte Kreativität gegeneinander  angetraten.

 

Rückblick: Foresight Filmfestival N° 4

Nach drei Jahren Heimspiel in Halle/Saale veranstaltete science2public e.V. in Kooperation mit der Urania Berlin am 26.09.2019 das Foresight Filmfestival erstmalig in der Hauptstadt Berlin. Dort trafen Filmemacher, Wissenschaftler und Visionäre aus mehreren  Nationen aufeinander um einen Blick in die Zukunft zu wagen und über ihre Sichtweisen zu diskutieren. Unter dem diesjährigen Thema „OBEN – UNTEN – Vision findet Stadt“ zeigten die 10 Finalisten ihre Sicht auf die Stadt von morgen.

 

Den ersten Jurypreis belegte dabei „Die Andere Welt“ von Florinda Frisardi (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin).

Der Film greift Sorgen über Umweltprobleme und gleichzeitige Technisierung auf. Welchen Einfluss hat der technische Fortschritt auf unsere Welt? Einzelne Szenen zeigen mögliche Szenarien und lassen dem Zuschauer Raum für eigene Gedanken.

 

 

 

Zum ersten Mal seit Beginn des Festivals entschied sich die Jury zwei 2. Preise zu vergeben. Diese gingen an „Moving Parts“ von Bernd Hopfengärtner und „Future Thoughts“ von Loek Vogs.

Das Gedankenexperiment „Moving Parts“ entwirft eine Stadt, die vollständig in Bewegung ist. Alle öffentlichen und privaten Einrichtungen antizipierenden ständig die Reisewünsche ihrer Bewohner und optimieren ihre relative Position so, dass sie immer am wahrscheinlichsten Ziel sind.

 

 

 

Im Film „Future Thoughts“ dreht sich alles um futuristische Ideen, von welchen manche nah an die heutige Realität kommen und andere noch reine Fiktion sind. Auf eine spielerische Weise werden verschiedene Konzepte mit einem minimalistischen Stil gezeigt und die Mensch-Technologie-Thematik aufgegriffen.

 

 

 

 

Danach folgte die Verkündigung des Publikumspreises, welcher nach dem Voting Apocalypse Airlines“ von Camille Tricaud (HFF München) und Franziska Unger wurde. Der Kurzfilm ist eine „Werbung“ für eine fiktive Fluggesellschaft, die uns mit unseren eigenen Widersprüchen konfrontiert. Wir wollen alle reisen, werden uns aber auch den ökologischen Folgen des Flugverkehrs bewusst. Sind wir bereit für Kompromisse, um verantwortlich zu leben?

Alle in einem Boot. Wir arbeiten mit Forschern, Künstlern, Politikern, Kommunikatoren, NGOs an einem Boot, das Menschen zum (mit-)forschen rund um das Thema Wasser einlädt.

Bei sommerlichen Temperaturen ging ein interdisziplinäres kreatives Konzeptteam „Make Science Halle“, einem geplanten Bürgerforschungsboot für Sachsen-Anhalt, am 19. & 20.07.2019 an Bord. Die Bootstour startete am neuen Anleger des Mitteldeutschen Multimediazentrums Halle und führte bis nach Bernburg die Saale hinunter. Das Ziel der Reise war die Konzeption eines Bürgerforschungsbootes als schwimmende Plattform, welche vier Hochschulstandorte und andere ausgewählte Wissen(schafts)standorte Sachsen-Anhalts miteinander auf dem Wasserweg verbindet.
Zu Gast waren unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt Halle Dr. Bernd Wiegand, der Prodirektor der MLU Prof. Dr. Wolfgang Paul, der Rektor der Burg Giebichenstein Prof. Dr. Dieter Hofmann und zahlreiche weitere Gäste. In einem World Café wurde an vier Tischen fleißig überlegt und diskutiert, wie sich ein solches Bürgerforschungsboot mit regionalen Kräften und Inhalten ausgestalten lässt.

Rückblick: SILBERSALZ by YOUth 2019

Vom 20. bis 23. Juni 2019 drehte sich in Halle (Saale) alles um „Liebe – the science of love“.

Das SILBERSALZ Festival fand in Halle (Saale) statt. Im Rahmen dieses Festivals hat science2public e. V. das Jugendprogramm SILBERSALZ made by YOUth bereits im  Vorfeld des Festivals aufgebaut und organisiert. Am Festivalwochenende erreichten wir mit unserem Jugendprogramm und der zweiten Halle Mini Maker Faire mehr als 1500 Jugendliche und Erwachsene Besucher*innen. Mit dem Silbersalz Jugendprogramm möchte das Team von science2public e. V. insbesondere jungen Menschen, die mit Wissenschaft bisher wenig Kontakt haben, geeignete Zugänge zu Forschung und Zukunftsthemen eröffnen. Als optimaler Zugang erwies sich die Zusammenarbeit und Kooperation mit regionalen Hochschulen wie der Burg Giebichenstein, der Kunstpädagogik, der Hochschule Merseburg, der Theaterpädagogik und der Biologie-Didaktik der MLU: In Vorbereitung auf das Festival gab es verschiedene Projekte, die über 200 junge Menschen, Schüler*innen und Studierende erreichten und gemeinsam den „Experimentierraum Passage 13“ in Halle-Neustadt zum Leben erweckten. Von engagierten Studierenden der Theater-, Kunst- und Medienpädagogik als auch MINT-Didaktik, insbesondere Biologie, wurden für und gemeinsam mit Jugendlichen Formate, Darbietungen und Ausstellungen entwickelt, die am Festival-Wochenende an verschiedenen Orten in Halle (Saale) vorgestellt wurden. Insgesamt war SILBERSALZ by YOUth an diesem Wochenende mit 5 Programmpunkten vertreten: Ein eigenes Schülerkino im Puschkinhaus, 2 Theateraufführungen im WUK-Theater, 3 Einheiten einer interdisziplinären Ausstellung „Zwischen Labor und Atelier. Experimentieren. Forschen. Vermitteln“ in Halle-Neustadt, Puschkin- und Lichthaus, ein tägliches Jugendmagazin

„SILBERSALZ News4Youth“ von sechs mobilen Jungerporter*innen berichtete z.T. live vom Festivalgeschehen und der Makerfaire in Kooperation mit dem OpenLabNet in der Passage 13 in Halle-Neustadt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Partner* innen & Teilnehmer*innen für die Unterstützung im zurückliegenden Jahr, während der Vorbereitungsphase und der Festivalzeit, ohne die eine Durchführung der Jugendprojekte nicht möglich gewesen wäre. Besonderer Dank geht dazu an folgende Partner*innen und Unterstützer*innen: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Hochschule Merseburg, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Stadt Halle (Saale), Kunststiftung Sachsen Anhalt, Fraunhofer IMWS, WUK Theater Quartier, Offener Kanal Merseburg- Querfurt e. V., Aktionstheater Halle e. V., IHK Halle-Dessau, nanomikro Netzwerk Sachsen- Anhalt, OpenLabNet. Wir freuen uns schon heute auf die dritte Auflage des SILBERSALZ Festivals und die bevorstehende Jugendarbeit dazu, sehr gern wieder im Experimentierraum Passage 13, sehr gern wieder mit Ihnen gemeinsam! Kommen Sie gut durch den Sommer!

Herzliche Grüße Ihr SILBERSALZ Jugendteam

Ilka Bickmann, Vorstandsvorsitzende science2public e. V. & Head of Youth SILBERSALZ Festival

Die Welt ein bisschen besser machen

Science2public – mit dem Head of Youth Ilka Bickmann – leitet die Jugendarbeit für das SILBERSALZ-Festival und geht dazu ins Quartier zu den Jugendlichen nach Halle-Neustadt. Am 01. April 2019 haben wir dazu eine leerstehende Ladenpassage mit ca. 300qm Fläche eröffnet. In diesem „Experimentierraum“ arbeiten wir mit 3 Hochschulen und verschiedenen Jugendeinrichtungen, wie der Grünen Villa, eng zusammen. Hier ein Beitrag der Journalistin Pia Volk, die uns in der Passage 13 besucht hat:


Die Welt ein bisschen besser machen

Ein Auto, dass die Luft reinigt? Das Silbersalz Festival bringt ein Wasserstoffauto in den Kiez und erklärt ganz nebenbei, wie eine Brennstoffzelle funktioniert.

Zwei ältere Frauen beugen sich über die Motorhaube. Eine von ihnen fährt mit der Hand über die Metallplatte, unter der sich der Antrieb versteckt. „Und was kommt hinten raus?”, fragt sie. Vor ihr steht kein normales Auto, obwohl es auf den ersten Blick so aussieht. Ein dunkelgrauer, matter SUV parkt vor einem der Läden in der Neustädter Passage. Nur der Schriftzug „Fraunhofer” auf der Seite des Hyundai lässt erahnen, dass der Wagen besonders ist. Es ist ein Wasserstoffauto. Unter der Motorhaube versteckt sich eine Brennstoffzelle, in der der Wasserstoff, mit dem der Wagen betankt wird und der Sauerstoff der Luft miteinander reagieren. Dabei wird nicht nur die Energie frei, die den Wagen antreibt, sondern ganz nebenbei auch noch der Feinstaub aus der Luft gefiltert. Und hinten rauskommt ganz normales Wasser. „Das Wasser tropft natürlich nicht einfach auf die Fahrbahn“, erklärt Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle (Saale), „sonst würde im Winter ja hinter dem Wagen die Straße glatt werden.“ Es wird in einem Behälter gesammelt und wenn man den Wagen abstellt, wird es in einer Art feinstem Sprühregen verblasen.

Das Wasserstoffauto ist Teil einer Auftaktveranstaltung des Silbersalzfestivals, dem ersten internationalen Wissenschafts- und Medienfestival, das vom 20. bis 23.Juni in Halle (Saale) stattfinden wird. „Wir möchten auch die Menschen hier in Halle-Neustadt für Wissenschaft begeistern“, sagt Ilka Bickmann, Leiterin des Jugendprogramms des Festivals, „und das funktioniert am besten, wenn die Wissenschaft alltagsrelevante Themen wie zum Beispiel Auto fahren aufgreift.“

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„Generations Connect“ und „Smart Living“ für Halle-Neustadt

In welcher Welt können, wollen, werden wir in Zukunft leben? Wie lässt sich eine Stadt zukunftssicher gestalten? – Mit diesen Fragen haben sich 25 Schülerinnen aus ganz Deutschland im Rahmen der helpING!-Zukunfts-Orientierungs-Akademie beschäftigt, mit dem Ziel, Ideen und Konzepte für die Zukunft der Halle-Neustadt zu entwickeln. 

Eine Gruppe aus 5 Schülerinnen befasste sich im Rahmen des Schwerpunktes „Zukunftstechnologien“ mit „Generations Connect“ und „Smart Living“. Mit Unterstützung der Halleschen Wohnungsgenossenschaft Freiheit überlegten sich die Mädchen, wie Wohnen, Technik und ein harmonisches Zusammenleben aller Altersstufen zusammengebracht werden können. Ausgangspunkt für ihr Konzept sei die aktuelle Lebenssituation der Bewohner*innen der Halle-Neustadt. Sowohl räumlich als auch technisch leben die verschiedenen Altersgruppen aneinander vorbei. Mit ihrer Idee bezüglich der Entstehung eines „innovativen Mehrgenerationen-Komplex“, bei dem jeweils 4 einzelne Gebäude zu einem großen Gebäudekomplex verbunden werden, möchten die Schülerinnen die Generationen miteinander verbinden. Es sollen Räume der Begegnung geschaffen werden, in denen die Bewohner*innen verschiedenen Alters aufeinandertreffen.

Daneben möchten die Schülerinnen Smart-Living Technologien in den einzelnen Wohnblocks einführen, wie beispielsweise ein „smartes Tablet“ mit integrierter Telemedizin-Funktion, ein „smarter Display“ im Treppenhaus, ein „smartes Multifunktionsarmband“, ein „smarter Kühlschrank“ sowie eine „smarte Türklingel“ für Hörbeeintrachtige. Dabei soll die ältere Generation von den jüngeren Bewohner*innen an die Technik herangeführt werden, wodurch das Miteinander zusätzlich unterstützt wird.

Mit diesem Konzept verfolgt das Team aus jungen Frauen Halle-Neustadt auch für jüngere Generationen attraktiver und für ältere Generationen angenehmer zu gestalten. Sie möchten bewirken, soziale und Generations-Disparitäten abzubauen und Ungleichheiten zu überwinden

Andere Schülerinnen-Teams der helpING!-Akademie beschäftigten sich demgegenüber mit Konzepten bezüglich erneuerbaren Energien, nachhaltiger Mobilität sowie Fassaden- und Flächengestaltung.