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Rückblick: 3. KI & WIR* Convention 2021

Zwei Tage, elf Stunden Programm in fast 40 Sessions – mit einer riesigen Themenvielfalt erörterte die 3. KI & Wir* Convention am 26. und 27. November 2021 die Frage „(Wie) Können wir Künstliche Intelligenz lernen?“.

Die vom halleschen Verein science2public koordinierte Veranstaltung brachte dabei Akteur*innen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen und durchschnittlich 150 Teilnehmer*innen aus der breiten Bevölkerung auf einer virtuellen Plattform zusammen. Die Convention setzte damit neue Impulse für einen kompetenten Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Alltag.

Lesen Sie hier den gesamten Rückblick zur 3. KI & WIR* Convention.

Vom Fahrgastdampfer zum Bürgerforschungsschiff: Make Science Halle startet in Halle an der Saale zur Blauen Bioökonomie im Wissenschaftsjahr 2020 des BMBF

„Alle in einem Boot“ hieß am 09. März 2020, als sich das das Bürgerforschungsboot „Make Science Halle, eine Initiative vom science2public e.V. und Projekt im Zuge des Wissenschaftsjahres 2020, auf seine Jungfernfahrt nach Halle/Saale begab. Während der ganztägigen Schiffsreise, welche in Bernburg startete, berieten sich Vertreter der Kooperationspartner wie z.B. Hochschule Merseburg, Hochschule Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Fraunhofer IMWS, über die Umsetzungen unterschiedlicher Forschungsstationen und -arbeiten. Künftig sollen gemeinsam mit Studierenden und Forscherinnen auch Bürger*innen auf dem Schiff Experimente machen und Forschung erleben können.

Die Anwendungsbereiche gehen dabei von Algen als Nutzpflanzen über Aufbereitung von Saalewasser zum Trinkwasser bis hin zur Gewässerreinigung und einem Mikroplastiklabor. Während über Ein- und Umbauten auf kleinstem Raum, Fahrpläne und Routen, Formate wie Camps, OpenAir-Kino, Nachtfahrten und Hängematten diskutiert wurde, ließ sich die schöne Natur rund um die Ufer des Salzland-und Saalekreis beobachten.

Gegen 17 Uhr traf die M.S. Halle schließlich in Halle ein und legte kurze Zeit später am Steg des Mitteldeutschen Multimedia-Zentrums an. Den Abend ließ man mit einer Präsentation der erfolgreichen Tagesergebnisse und einem kulinarischem Probe-Buffet ausklingen, welches Einblicke in die Vielfalt der Algenküche gab und zeigte, wie vielseitig allerhand Algensorten einsetzbar sind. Diese wurden in Gerichten wie Suppe, Gnocchi, aber auch diverse Brötchen und Käsekuchen verarbeitet. Für den Durst stand gekühltes „Seegang“ bereit, ein Bier welches neben Braugerste auch Essenz der Rotalge enthält, und so für einen mild salzigen, süßlichen Geschmack sorgt. Nach sehr positivem Echo der ersten Test-Gäste wird das Bio-Ökonomische Angebot rund um Alge und mehr ausgebaut und regelmäßig an Bord angeboten werden.

Für den 19. April 2020 ist nun ambitioniert die erste offizielle Fahrt geplant, worauf in den Folgemonaten eine Vielzahl an Angeboten für Forschungsfahrten und -Formate für Schüler*innen, Student*innen und Interessierte im Bereich „Blaue Bioökonomie“ folgen werden. Bis dahin wird die M.S. Halle aber zunächst für die notwendigen Umbauarbeiten als Mitforschungsschiff am Anleger des MMZ liegen  und danach die Fahrt über die Saale in benachbarte Wissensorte aufnehmen. Die Bürger*innen der Stadt Halle und Umgebung  sind herzlich dazu eingeladen mit uns gemeinsam zu forschen und zu entdecken. Informationen werden in Kürze auf der neuen Website www.ms-halle.science bereitgestellt werden.

Eröffnung der Passage 13

Bereits 2019 lief im Rahmen des internationalen SILBERSALZ Festivals ein buntes Jugendprogramm in der Neustädter Passage 13 frei nach dem Motto „SILBERSALZ by Youth“. Auch 2020 füllt sich die „Passage 13“ als Experimentierraum und Kulturbühne mitten in Halle-Neustadt mit vielen neuen Kooperationspartnern. Erste Eindrücke konnte man bereits bei der Eröffnung am 30. Januar 2020 sammeln. Nach einer Begrüßung von Ilka Bickmann (Head of Youth des SILBERSALZ Festivals & Vorstandsvorsitzende science2public e.V.), Frau Dr. Marquardt (Stadt Halle/Saale, FB Kultur und Sport), Christian Treffler (Koordination Passage 13) und Olaf Brandt (Kulturbühne Neustadt e.V.) konnten die zahlreichen Besucher*innen die verschiedenen Projekte und Aktivitäten aus Kultur & Wissenschaft kennen lernen und mit den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen

Science meets Culture – Culture meets Science: Das vielfältige Wochenprogramm bietet Kids & Jugendlichen tägliche Angebote rund um Beats und Musik, Theater, Radio, Film & (soziale) Medien, Gaming, 3D-Druck, E-Sports und vieles mehr. Daneben gibt es auch verschiedene Ferienprogramme und Workshops zum Themen wie YouTube, Radio oder auch Graffiti. Auf den 300 Quadratmetern Ladenpassage werden Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Kultur erforscht und laden Jugendliche und Anwohner*innen in Halle-Neustadt ein, sich zu treffen, aktiv und kreativ zu werden.

 

Gefördert von der Robert Bosch Stiftung möchte die Passage 13 unter der Leitung von Ilka Bickmann und ihrem Team im Vorfeld von SILBERSALZ, dem großen Science & Media Festival, neue Wege zu Wissen(schaft) und Zukunft eröffnen. Das SILBERSALZ Team arbeitet dabei eng mit den Bildungs- und Kultur- sowie Sozial- und Jugendinstitutionen der Stadt Halle zusammen.

 

Alle in einem Boot. Wir arbeiten mit Forschern, Künstlern, Politikern, Kommunikatoren, NGOs an einem Boot, das Menschen zum (mit-)forschen rund um das Thema Wasser einlädt.

Bei sommerlichen Temperaturen ging ein interdisziplinäres kreatives Konzeptteam „Make Science Halle“, einem geplanten Bürgerforschungsboot für Sachsen-Anhalt, am 19. & 20.07.2019 an Bord. Die Bootstour startete am neuen Anleger des Mitteldeutschen Multimediazentrums Halle und führte bis nach Bernburg die Saale hinunter. Das Ziel der Reise war die Konzeption eines Bürgerforschungsbootes als schwimmende Plattform, welche vier Hochschulstandorte und andere ausgewählte Wissen(schafts)standorte Sachsen-Anhalts miteinander auf dem Wasserweg verbindet.
Zu Gast waren unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt Halle Dr. Bernd Wiegand, der Prodirektor der MLU Prof. Dr. Wolfgang Paul, der Rektor der Burg Giebichenstein Prof. Dr. Dieter Hofmann und zahlreiche weitere Gäste. In einem World Café wurde an vier Tischen fleißig überlegt und diskutiert, wie sich ein solches Bürgerforschungsboot mit regionalen Kräften und Inhalten ausgestalten lässt.

Rückblick: SILBERSALZ by YOUth 2019

Vom 20. bis 23. Juni 2019 drehte sich in Halle (Saale) alles um „Liebe – the science of love“.

Das SILBERSALZ Festival fand in Halle (Saale) statt. Im Rahmen dieses Festivals hat science2public e. V. das Jugendprogramm SILBERSALZ made by YOUth bereits im  Vorfeld des Festivals aufgebaut und organisiert. Am Festivalwochenende erreichten wir mit unserem Jugendprogramm und der zweiten Halle Mini Maker Faire mehr als 1500 Jugendliche und Erwachsene Besucher*innen. Mit dem Silbersalz Jugendprogramm möchte das Team von science2public e. V. insbesondere jungen Menschen, die mit Wissenschaft bisher wenig Kontakt haben, geeignete Zugänge zu Forschung und Zukunftsthemen eröffnen. Als optimaler Zugang erwies sich die Zusammenarbeit und Kooperation mit regionalen Hochschulen wie der Burg Giebichenstein, der Kunstpädagogik, der Hochschule Merseburg, der Theaterpädagogik und der Biologie-Didaktik der MLU: In Vorbereitung auf das Festival gab es verschiedene Projekte, die über 200 junge Menschen, Schüler*innen und Studierende erreichten und gemeinsam den „Experimentierraum Passage 13“ in Halle-Neustadt zum Leben erweckten. Von engagierten Studierenden der Theater-, Kunst- und Medienpädagogik als auch MINT-Didaktik, insbesondere Biologie, wurden für und gemeinsam mit Jugendlichen Formate, Darbietungen und Ausstellungen entwickelt, die am Festival-Wochenende an verschiedenen Orten in Halle (Saale) vorgestellt wurden. Insgesamt war SILBERSALZ by YOUth an diesem Wochenende mit 5 Programmpunkten vertreten: Ein eigenes Schülerkino im Puschkinhaus, 2 Theateraufführungen im WUK-Theater, 3 Einheiten einer interdisziplinären Ausstellung „Zwischen Labor und Atelier. Experimentieren. Forschen. Vermitteln“ in Halle-Neustadt, Puschkin- und Lichthaus, ein tägliches Jugendmagazin

„SILBERSALZ News4Youth“ von sechs mobilen Jungerporter*innen berichtete z.T. live vom Festivalgeschehen und der Makerfaire in Kooperation mit dem OpenLabNet in der Passage 13 in Halle-Neustadt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Partner* innen & Teilnehmer*innen für die Unterstützung im zurückliegenden Jahr, während der Vorbereitungsphase und der Festivalzeit, ohne die eine Durchführung der Jugendprojekte nicht möglich gewesen wäre. Besonderer Dank geht dazu an folgende Partner*innen und Unterstützer*innen: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Hochschule Merseburg, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Stadt Halle (Saale), Kunststiftung Sachsen Anhalt, Fraunhofer IMWS, WUK Theater Quartier, Offener Kanal Merseburg- Querfurt e. V., Aktionstheater Halle e. V., IHK Halle-Dessau, nanomikro Netzwerk Sachsen- Anhalt, OpenLabNet. Wir freuen uns schon heute auf die dritte Auflage des SILBERSALZ Festivals und die bevorstehende Jugendarbeit dazu, sehr gern wieder im Experimentierraum Passage 13, sehr gern wieder mit Ihnen gemeinsam! Kommen Sie gut durch den Sommer!

Herzliche Grüße Ihr SILBERSALZ Jugendteam

Ilka Bickmann, Vorstandsvorsitzende science2public e. V. & Head of Youth SILBERSALZ Festival

Die Welt ein bisschen besser machen

Science2public – mit dem Head of Youth Ilka Bickmann – leitet die Jugendarbeit für das SILBERSALZ-Festival und geht dazu ins Quartier zu den Jugendlichen nach Halle-Neustadt. Am 01. April 2019 haben wir dazu eine leerstehende Ladenpassage mit ca. 300qm Fläche eröffnet. In diesem „Experimentierraum“ arbeiten wir mit 3 Hochschulen und verschiedenen Jugendeinrichtungen, wie der Grünen Villa, eng zusammen. Hier ein Beitrag der Journalistin Pia Volk, die uns in der Passage 13 besucht hat:


Die Welt ein bisschen besser machen

Ein Auto, dass die Luft reinigt? Das Silbersalz Festival bringt ein Wasserstoffauto in den Kiez und erklärt ganz nebenbei, wie eine Brennstoffzelle funktioniert.

Zwei ältere Frauen beugen sich über die Motorhaube. Eine von ihnen fährt mit der Hand über die Metallplatte, unter der sich der Antrieb versteckt. „Und was kommt hinten raus?”, fragt sie. Vor ihr steht kein normales Auto, obwohl es auf den ersten Blick so aussieht. Ein dunkelgrauer, matter SUV parkt vor einem der Läden in der Neustädter Passage. Nur der Schriftzug „Fraunhofer” auf der Seite des Hyundai lässt erahnen, dass der Wagen besonders ist. Es ist ein Wasserstoffauto. Unter der Motorhaube versteckt sich eine Brennstoffzelle, in der der Wasserstoff, mit dem der Wagen betankt wird und der Sauerstoff der Luft miteinander reagieren. Dabei wird nicht nur die Energie frei, die den Wagen antreibt, sondern ganz nebenbei auch noch der Feinstaub aus der Luft gefiltert. Und hinten rauskommt ganz normales Wasser. „Das Wasser tropft natürlich nicht einfach auf die Fahrbahn“, erklärt Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Leitung der Fachgruppe „Mikrostrukturbasiertes Materialdesign“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, „sonst würde im Winter ja hinter dem Wagen die Straße glatt werden.“ Es wird in einem Behälter gesammelt und wenn man den Wagen abstellt, wird es in einer Art feinstem Sprühregen verblasen.

Das Wasserstoffauto ist Teil einer Auftaktveranstaltung des Silbersalzfestivals, dem ersten internationalen Wissenschafts- und Medienfestival, das vom 20. bis 23.Juni in Halle (Saale) stattfinden wird. „Wir möchten auch die Menschen hier in Halle-Neustadt für Wissenschaft begeistern“, sagt Ilka Bickmann, Leiterin des Jugendprogramms des Festivals, „und das funktioniert am besten, wenn die Wissenschaft alltagsrelevante Themen wie zum Beispiel Auto fahren aufgreift.“

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„Generations Connect“ und „Smart Living“ für Halle-Neustadt

In welcher Welt können, wollen, werden wir in Zukunft leben? Wie lässt sich eine Stadt zukunftssicher gestalten? – Mit diesen Fragen haben sich 25 Schülerinnen aus ganz Deutschland im Rahmen der helpING!-Zukunfts-Orientierungs-Akademie beschäftigt, mit dem Ziel, Ideen und Konzepte für die Zukunft der Halle-Neustadt zu entwickeln. 

Eine Gruppe aus 5 Schülerinnen befasste sich im Rahmen des Schwerpunktes „Zukunftstechnologien“ mit „Generations Connect“ und „Smart Living“. Mit Unterstützung der Halleschen Wohnungsgenossenschaft Freiheit überlegten sich die Mädchen, wie Wohnen, Technik und ein harmonisches Zusammenleben aller Altersstufen zusammengebracht werden können. Ausgangspunkt für ihr Konzept sei die aktuelle Lebenssituation der Bewohner*innen der Halle-Neustadt. Sowohl räumlich als auch technisch leben die verschiedenen Altersgruppen aneinander vorbei. Mit ihrer Idee bezüglich der Entstehung eines „innovativen Mehrgenerationen-Komplex“, bei dem jeweils 4 einzelne Gebäude zu einem großen Gebäudekomplex verbunden werden, möchten die Schülerinnen die Generationen miteinander verbinden. Es sollen Räume der Begegnung geschaffen werden, in denen die Bewohner*innen verschiedenen Alters aufeinandertreffen.

Daneben möchten die Schülerinnen Smart-Living Technologien in den einzelnen Wohnblocks einführen, wie beispielsweise ein „smartes Tablet“ mit integrierter Telemedizin-Funktion, ein „smarter Display“ im Treppenhaus, ein „smartes Multifunktionsarmband“, ein „smarter Kühlschrank“ sowie eine „smarte Türklingel“ für Hörbeeintrachtige. Dabei soll die ältere Generation von den jüngeren Bewohner*innen an die Technik herangeführt werden, wodurch das Miteinander zusätzlich unterstützt wird.

Mit diesem Konzept verfolgt das Team aus jungen Frauen Halle-Neustadt auch für jüngere Generationen attraktiver und für ältere Generationen angenehmer zu gestalten. Sie möchten bewirken, soziale und Generations-Disparitäten abzubauen und Ungleichheiten zu überwinden

Andere Schülerinnen-Teams der helpING!-Akademie beschäftigten sich demgegenüber mit Konzepten bezüglich erneuerbaren Energien, nachhaltiger Mobilität sowie Fassaden- und Flächengestaltung.